Ausflug 2012
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Vinzenz-Pallotti-Chor „schwebte über den Reben“

Im September unternahm der Vinzenz-Pallotti-Chor seinen Jahresausflug. Die Fahrt ging in diesem Jahr nach Rüdesheim. Bei einem Gang durch die noch nicht so belebte Drosselgasse konnten die Mitglieder die Touristen-Shops und Lokale in Ruhe begutachten. Der Weg führte weiter zur Seilbahn. Dort bestiegen die Sänger und Sängerinnen die offenen Zwei-Personen-Kabinen zum Niederwalddenkmal.

Los ging die Fahrt und hier schwebten die Mitglieder im wahrsten Sinne des Wortes „über den Reben“. Der Geschäftigkeit Rüdesheims entflogen, betrachteten sie aus der Höhe, hier in absoluter Ruhe, die Weinreben, die beginnende Weinlese, den Ausblick auf Rüdesheim, Bingen, das Hildegardkloster und den Rheingau bis fast hinunter nach Mainz.

Am Niederwalddenkmal mit der „Germania“, ein 38 m hohes Monument und Andenken an den deutsch-französischen Krieg von 1870/71, angekommen, gab es erst einmal Marschverpflegung. Fehlen durfte hier natürlich nicht ein Gläschen Riesling aus dem Rheingau. Von hier oben gab es nochmals einen fantastischen Blick über den Rheingau, u.a. auch auf die Nahemündung bei Bingen. Frisch gestärkt begann nun die Wanderung durch den Niederwald.

Vorbei an der Adlerwarte ging es zum ersten Aussichtspunkt, dem „Binger Blick“. Der 3,5 km lange Weg führte die Sänger und Sängerinnen durch den stillen Laubwald und es folgten weitere fantastische Aussichtspunkte wie „Hunsrückblick“, „Eremitage“ und der „Naheblick“. An jedem Aussichtspunkt benötigten die Mitglieder natürlich „eine kleine Stärkung“. Die Wanderung führte sie weiter zum Aussichtspunkt „Rossel“. Die Rossel ist eine künstliche Ruine auf der höchsten Erhebung des Niederwalds und eröffnet einen grandiosen Ausblick auf die Nahemündung, den Mäuseturm und das „Binger Loch“. Hier wurde nun ausgiebig Rast gemacht und ein Schwätzchen gehalten. Nach einer Stunde ging es weiter zur „Zauberhöhle“. Die Zauberhöhle, um 1790 erbaut, ist ein ummauerter Gang von etwa 60 m Länge, dessen Wände mit glitzernden Glassteinen verziert sind. Einige Sänger und Sängerinnen ließen es sich natürlich nicht nehmen, in den absolut dunklen Gang einzutreten und sich nur vom Tastsinn leiten zu lassen.

Weiter ging die Wanderung zum Jagdschloss mit seinem Wildgehege. Kurz darauf, am Sessellift angekommen, ging die Fahrt steil bergab nach Assmannshausen, ein kleiner, malerisch gelegener Ort an der romantischsten Stelle des Rheins, im nordwestlichsten Zipfel von Hessen. Der herrliche Ausblick auf die „Burg Rheinstein“, das „Schweizer Haus“ und das romantisch-geschwungene Rheintal ließ die wirklich steile Abfahrt vergessen machen.

Ab Assmannshausen ging es zurück mit dem Schiff, natürlich auf dem Oberdeck bei herrlichstem Sonnenschein. Die Fahrt durch das Binger Loch ist heute nicht mehr gefährlich, aber immer noch eine Attraktion. Mit Blick vom Schiff auf die Rossel und die „Burg Ehrenfels“ schipperten die Mitglieder zurück nach Rüdesheim, wo der Bus schon bereit stand. Von hier aus ging die Fahrt weiter nach Eltville, die Stadt des Weines und der Rosen. Hier hatte das Planungs-Team bereits ein leckeres Grill-Büfett im „Anleger 511“ bestellt und man saß auf der herrlichen Terrasse direkt am Rhein, stärkte sich und ließ den gelungenen Ausflug Revue passieren. Kurz vor der Abfahrt wurde noch der Rosengarten mit seinen fantastischen Kletter-, Baum-, Strauch- und Edelrosen besichtigt und eine „Nase voll Rosenduft“ mitgenommen. Wie man es sich denken kann, erfolgte der Ausklang dann im Bus, bei musikalischer CD-Untermalung, aufgelegt vom DJ und Busfahrer „Siggi“ von Hofacker Tours.